CrossFit Workouts schneller absolvieren

Die meisten Menschen würden einen 1,6km Lauf (4 Runden 400m Rundstrecke) nicht mit einem „Vollgas“ Sprint beginnen. Warum nicht? Weil die „Vollgas“ Geschwindigkeit wahrscheinlich nicht für die nächsten drei Runden gehalten werden kann.

Und trotzdem werden bei vielen CrossFit Workouts die ersten Runden mit einem Wahnsinnstempo begonnen.

Jedem CrossFitter ging es wohl schon mal so. Während einer Trainingseinheit von 20 Minuten kommt nach den ersten 5 Minuten der Gedanke: oh verdammt, wie soll ich das bloß durchhalten. Eine Langhantel mit vermeintlich leichtem Gewicht fühlt sich auf einmal deutlich schwerer an und die Wiederholungssätze werden kleiner. Auch die Rundenzeiten stagnieren von Runde zu Runde. Warum geht das auf einmal nicht mehr so gut?

Der Grund: jeder von uns hat eine aerobe Schwelle („lactate threshold„). Trainiert man an oder unter diesem Level, kann das produzierte Laktat aus den Muskeln abgebaut werden, ohne dass es sich nach und nach weiter ansammelt. Trainiert man darüber, steigert sich der Wert zunehmend (und möglicherweise exponentiell) – schneller als man schon wieder Chalk an den Händen braucht, um weiter machen zu können. Man fühl sich zunehmend mehr bedrängt und wird langsamer.

Der Laktatwert ist also gleichzusetzen mit der maximal haltbaren Geschwindigkeit. Gibt man zu viel Gas, ist’s nicht gut für den Verlauf der Trainingseinheit und macht man’s wiederum zu langsam, ist es nicht mehr effektiv bzw. „intensiv„.

Beispiel: Brooke Wells „DT“ Workout bei den CF Games
Die erste Runde wurde in unter einer Minute absolviert, während Runde vier 3:00 Minuten dauerte! Hätte sie das Workout von vornherein mit einer moderateren Geschwindigkeit begonnen, wäre die Workoutdauer möglicherweise bedeutend heruntergegangen!

Versuch’s mal bei der nächsten Trainingseinheit! Steige für die ersten Wiederholungen ein bißchen schneller ein, aber nehme ab ca. einer Minute etwas Tempo raus. Überprüfe Dich dann im Verlauf regelmäßig: kann ich das halten? Und passe ggfs. entsprechend an. Wenn die Zielgerade in Sicht ist, ziehst Du das Tempo nochmal an und erfreust Dich auf dem Boden liegend & schwitzend Deiner Leistung!

Kannst Du regelmäßig so an Deiner Grenze arbeiten, wirst Du zweifelsfrei fitter!

Viel Spaß und bis bald beim Training!


Bildquellen: https://comptrain.co/

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